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ding.dung.

November 30th, 2009

so. nachdem nun gestern wieder ein mail mit der eher unfreundlichen aufforderung gekommen ist, doch endlich wieder mal etwas hübsches zu schreiben, melde ich mich nolens volens. sonst heisst es dann wieder, unsereins sei nicht anpassungsfähig. ich würde ja wirklich schampar gerne über das eine oder andere senfieren, immerhin las ich kürzlich ein desolat-erbärmliches interview mit dem neuen mister zürich, oder diese herzergreifende martinetti-diesmal-meine-ich-es-wirklich-ernst-geschichte mit dem freitod. ich wette 1 million, dass sich schon mehr als 100 freiwillige helfer bei ihr gemeldet haben.

aber leider verwende ich neuerdings meine gesamte freizeit dafür, ein entsorgungs- und recyclingkonzept für kirchentürme, kreuze und vor allem für diese unsäglich-penetranten kirchenglocken zu entwerfen. damit ich dann bereit bin, ihr wisst schon, marktlücke und so. wenn ich dann die alleriersteste bin, die halbierte kirchenglocken als schaukelsofas anbietet, werdet ihr schon sehen, ha!

ich könnte mich auch dazu hinreissen lassen, ein paar anteile meiner neuen ChriSySu Ltd. zu verhökern. je nachdem, wie brauchbar eure recyling-vorschläge sind.

als alternative könnte ich ein reisebüro eröffnen, welches exklusive vip-packages für luxemburg anbietet, mit plätzen in der ersten reihe bei den verhandlungen am europäischen gerichtshof?
 

popp.secret.

September 5th, 2009

neulich im bus: frau und mann keifen. darüber, dass sie ihm jahrelang verschwiegen hat, wie scheisse seine “bolines”-sauce ist. wenn sie wirklich so schmeckt, wie sie ausgesprochen wurde, könnte man sie eventuell als neues brechmittel dem gesundheitsministerium vorlegen.
tja, aber bei der gelegenheit überlegte ich mir, was wir frauen ihren guys sonst noch verschweigen sollten. zum beispiel:

- die zahl der männer, mit denen wir tatsächlich bedeutungslosen, aber tollen sex hatten.

- die effektive menge an alkohol, die man intus hat.

- wie peinlich bescheuert er wirklich in seiner viel zu engen hose aussieht.

- von was (oder besser gesagt von wem) wir in wahrheit reden, wenn wir sagen: ich müsste meinen arsch endlich loswerden.

- was wirklich aus dem abgelaufenen käse wurde, der wochenlang im kühlschrank residierte (nämlich teil seines ”ich gehe mit chindsgi-kumpels fussball spielen, schmierst du mir ein brötli bitte weil ich bin ja so unselbständig und kann mir nicht mal richtig das hemd in die hose stecken-sandwich).

- die zahl der männer, denen wir tatsächlich “ich liebe dich” sagten und es auch meinten.

- dass wir ihn manchmal vor dem spiegel nachäffen.

- dass er gefälligst selbstgespräche führen soll, wenn er das letzte wort haben will.

- was man tatsächlich von seinem freund hält. ja genau der, ohne den er nicht mal in der lage ist, seine schnürsenkel zu binden. der, der eine woche das gleiche shirt trägt, sich zu oft am hintern kratzt und zu lange auf unsere brüste starrt und dessen haare so aussehen, als hätte ein marder daran genagt.

- wie oft wir wirklich ganz dringend aufs klo verschwinden müssen, wenn er in der disco anfängt zu tanzen (ich bin fast 40, ich darf disco sagen).

- die anzahl der nächte, in denen wir wach neben ihm liegen und gedanklich die koffer packen. seine.

- die anzahl der tage, an denen wir mit grossen, verliebten augen “ja ok” sagen und seine wange tätscheln, nur um es dann hinter seinem rücken sowieso anders zu machen.

-   wie teuer die handtasche wirklich war und wie dehnbar wir den begriff “ausverkauf” verwenden.

- dass wir de facto nicht jedes mal in katatonische ekstase verfallen, nur weil er uns das einmachglas öffnet (das wir vorher gelockert haben).

- warum wir ihn wirklich die sportschau schauen lassen (damit wir endlich in aller ruhe das schaumbad nehmen können, auf das wir uns schon seit tagen freuen).

- was man sich gedanklich ausmalt, wenn er zum gefühlt millionsten mal seine todlangweilige geschichte seiner heldentat (bei orange über den zebrastreifen) zum besten gibt und wir begeistert im knappen cheerleader-kostüm applaudieren. nämlich mit dem steakmesser auf ihn einstechen und die ganze wohnung in ein blutiges massaker verwandeln.

- was effektiv mit seinem lieblingsshirt passiert ist (nämlich nicht von fiesen kobolden aus der waschmaschine gestohlen, sondern durch den aktenvernichter gelassen).

- wie oft wir wirklich an jemand anderen denken, wenn wir mit ihm sex haben.

- und vor allem: an WEN wir denken.

- was man wirklich von seiner ex-freundin hält. die solange weiterredet, bis ihr was einfällt. und deren arsch schleifspuren hinterlässt.
 

tja, ich muss leider los, aber bestimmt gibt es noch einiges zu verschweigen! was fällt euch noch ein?!

und liebe männliche paolindromatiker, ihr dürft gerne vorschläge bringen, was wir eigentlich gar nie wissen sollten. mir fallen sicherlich auch einige hübsche dinge ein. zum beispiel dürft ihr uns gerne die detaillierte beschreibung des letzten formel 1-rennens ersparen. oder was ihr wirklich von unseren fesselballonförmigen füdlis haltet.
ach herrlich. ich mag diese klischierten mann-frau-kontroversen.

ich könnte auch über gaddafi schreiben. aber solange ich die neue landkarte nicht gesehen habe, kann ich auch nicht fundiert recherchieren.
 

tanz.ordonnanz.

August 26th, 2009

da ich ja nicht mehr über bubenschändende peter pan-syndromatiker schreiben kann, ohne dass mir einmal mehr böse mails in die box flattern, schreibe ich halt über unser koksendes und rösslireitendes tenniswunderkind.

also, diese hübsche dame, die läuft, als hätte sie ein kondom voller viagra im hintern, tut jetzt nämlich tanzen. ihr wisst schon, mit glitterfummel und chachacha und bossa nova und so kram. das lieblingshobby jedes mannes mit echter brustbehaarung.
hätte ich nicht schon lange bluewin-tv, wäre spätestens jetzt der zeitpunkt gekommen, mir so ein monsterteil in die wohnung zu knallen. denkt sie vielleicht, wir hier in der schweiz täten nichts mitkriegen von bbc? ihr professioneller tanzpartner sieht aus wie eine mischung aus freiheitsstatue und john wayne und ich frage mich sowieso, wer da alles noch mitmacht, bei dieser tanzshow. wobei ich vor lauter potentiellen kandidaten fast einen ohnmachtsanfall kriege. hat mal jemand eine papiertüte, messi.

 ich tät jennifer ann gerber aufbieten; die macht aus prinzip überall mit.

und diesen reto, roger, rolf… ihr wisst schon, diesen fremdgschämigen polizisten im ersten schweizer (jahawoll!) big brother-haus? der sein hosenbein immer bis zum knie rauflitzte, um die blutzufuhr ins gehirn auch ganz sicher zu unterbinden?

oder die volkstümliche vreni margreiter, die den rekord der gegebenen interviews hält? die, deren mann sich vor ein paar jahren aus dieser welt verabschiedete, weil er es nicht mehr ertrug, dass ihre augenbrauen höher als ihr iq waren?

oder da fiele mir noch grad spontan stöffel blocher ein. der tut doch jetzt nichts tun, oder? man munkelt, am wochenende sei er ehrengast gewesen bei der eröffnung einer bierflasche.

eigentlich schreibt nur der neid aus mir. ich tät ja auch am liebsten nur noch das machen, was mir gefällt (wobei die teilnahme an einer tanzshow ziemlich weit unten auf meiner prioritätenliste figuriert), ohne mich karitativ hervorzutun. in diesem sinne, ich muss los. mein foxtrott-partner wartet ja auch nicht ewig.

bed.boy.

June 26th, 2009

gut. ich bin wohl eine der wenigen, die weder seine musik noch ihn sonderlich mochten. nun frage ich mich, wird sein körper eigentlich verbrannt, beerdigt… oder wird er recycelt? machen sie duplo-steine aus ihm, damit jetzt auch die kinder freude an ihm haben? oder man stelle sich vor, eine best of, gepresst auf ganz besonderem vinyl… man könnte ihn zu kissenfüllungen oder jungenslips verarbeiten…
ich habe gehört, dass mcD einen burger zu seinen ehren plant: ein 50jähriges stück fleisch eingeklemmt in zwei 10jährige bürli.

naja. wenigstens geschieht im iran ja nichts wirklich bedeutendes.

                                                                                                                                                                                                                     

plain.rain.pain.

June 11th, 2009

jaja. ich weiss. ihr auch. hätte mich schier nicht mehr an mein passwort erinnert. grundgütiger. aber nun bin ich da. ihr solltet mich sehen, paolindromatiker. echt. abgemagert wie diese magersüchtigen da in somalia. speckiges haar. stumpfe augen. eine gesichtshaut, als wäre ich in eine kreissäge gelaufen. nicht mal ein rasenmäher könnte meinen beinen noch helfen. in meinem büro habe ich mehr frische unterwäsche als zuhause. am liebsten wäre ich emo, da könnte ich mich wenigstens selber bemitleiden. und schneiden. so.
aber ab und zu beine vertreten muss sein. praktischerweise arbeiten wir ja in einem shopping mall, wies auf neudeutsch heisst. h&m hat ausverkauf, wo bleiben die cheerleader? aber man gönnt sich ja momentan so gut wie nichts. also rein. und was passiert? ich finde die coolste regenjacke on earth. ich sage euch! damit sehe ich aus wie claudia cardinale am greenfield! nein wie monica bellucci! meine wiederentdeckte taille sieht darin so zexy aus, dass ich die jacke heute morgen probetrage. sie ist nicht nur die coolste regenjacke ever, sie macht mich sogar noch grösser, schlanker, schöner und es ist, als würde sie eine geheimnisvolle macht über alle ausüben, die in ihre nähe kommen. i feel it.
alle gaffen sie mich an, tuscheln und können den blick nicht von mir lassen. an der haltestelle schon. im bus erst recht. und dann im lift so ein junges ding! sie starrt mich an, auf die jacke und ich denke, na siehst du. you zexy thing. wenn ich du wäre, wäre ich gerne ich.
im büro ziehe ich die jacke aus. muss. es ist fast so, als müsste ich mich von meinem neugeborenen trennen. lege sie sorgfältigst hin. da blitzt unter dem ärmel was hervor. ein weisses preisschild in der grösse einer schneeschaufel. aber damit nicht genug. am kragen hängt noch eine halbe plakatwand in kreischorange mit 50%.

so werden lebensträume zerstört!! deswegen stürzen sich menschen von hochhäusern!! jetzt wissen wir endlich, wieso leute halbe schulhäuser totschiessen!! you zexy thing.

ich werde mir jetzt einen kaffee holen und den resttag damit verbringen, zu überlegen, ob das die peinlichste episode meines lebens war.

b.f.f.

April 14th, 2009

das leben ist - wie bereits mehrmals hier festgehalten, ja ja - oftmals scheisse, manchmal superschön und ab und zu einfach nur aufregend wie literweise kaffee. nachemrägeschintdsunne. unverhofft kommt oft.
immer dann, wenn man es am wenigsten erwartet, passiert es. so wie durchfall. oder ein sommergewitter.
und bevor es mich vom hochtrabenden begeisterungsgaul wieder runterhaut, hier ein blog, aus aktuellem anlass - und der seit monaten schon in meinem kopf herumgeistert. hat auch genug platz da drin. hat es sich gemütlich gemacht, mit fauteuil, leselampe und einem glas brunello.
ein blog für mädels, kann aber auch wunschweise vermännlicht werden. klingt dann ab und zu vielleicht schwul. 
eine kleine ode an die beste freundin, an den menschen, der einem näher ist als tampons und der mehr über dich weiss als dein strafregisterauszug.

es gibt nämlich meiner meinung nach ein paar dinge, die man mit besagter person im laufe unseres irdischen daseins erlebt haben muss:

 - konzerte ihrer lieblingsbands besuchen, auch wenn man sich dabei vorstellt, wie angenehm im vergleich doch ein aufenthalt in abu ghraib wäre.

- mehrere liter margaritas trinken, hausverbot kriegen und ihr beim kotzen die haare aus dem gesicht halten. oder umgekehrt.

- rechts ranfahren, um dem immer schlechter werdenden radioempfang auszuweichen und lauthals den fürchterlichsten aller songs mitsingen.

- ständig über männer reden und in der bar mit 23jährigen flirten, obwohl eigentlich mädelsurlaub geplant ist.

- sich die letzte zigarette teilen.

- über alles reden, überall, jederzeit, über alles. PK-einlagefonds, intimrasur, kriegsverbrechen, den knackigen masseur, haarspliss und seelische trümmer. und die ruhigen momente genau so geniessen.

- eine scheidung, ein todesfall, eine trennung oder ein ganzkörperpeeling zusammen durchstehen.

- über absolute lappalien albern kichern und sich bauchkrämpfe erlachen. über zu kleine spiegel, über zu grosse beulen, die man sich in peinlichen momenten holt, über zu kleine pimmels in der sauna und zu grosse koffer im auto.

- die haustüre öffnen und sie samt koffern, cd-sammlung und gebrochenem herzen bei sich aufnehmen.

- auf dem iphone rumspielen, während sie sich in engelsgeduld übt und nicht etwa entnervt das teil aus deinen händen reisst und mit einem mitleidigen, selbstgefälligen grinsen selber daran rumfummelt und dir die funktionen so erklärt, als wärst du an einem downsyndrom vorbeigeschlittert. so wie männer es tun würden.

- trotz herzschmerz tapfer das lied “soulmate” hören und sich nicht für die tränen schämen, während sie so tut, als würde sie nichts bemerken.

- gemeinsam in den urlaub fahren, egal wohin, egal für wie lange. mit ihr erlebt man immer genug. oder zuviel. aber nie zuwenig.

- sich gegenseitig die haare stutzen. nicht nur die auf dem kopf.

ach, da fiele mir noch einiges ein, aber dann heissts wieder, meine blogs täten zu lang sein.

well.done.back!

March 29th, 2009

hoi christoph!
du findest also keine jüdischen organisationen mehr, die dir geld in deinen fesselballonförmigen arsch stecken.

welcome back. ich finds eigentlich wirklich herzerwärmend, wie bescheiden du geblieben bist. erst gibst du deiner ex-frau geld, obwohl sie sich wehrte, als du sie geprügelt hast. übrigens, wie fühlt sich das eigentlich an, als 1.90 mann auf eine 1.60 frau einzuhauen? richtig geil, jede wette.
deine youtube-filmli fand ich übrigens auch ganz fantastisch! da zeigte sich wieder mal, wie viel klasse und stil du hast. und dein ego vermutlich eine eigene postleitzahl.
immerhin hast du wieder ein prügelopfer, ich meine frauchen gefunden, nachdem du jahrelang mit frauen mit münzschlitz am körper unterwegs warst.

wie fühlt es sich eigentlich an, in der sackgasse der verdammten? wenn sich niemand mehr um einen schert? wenn dir die aufmerksamkeit nicht vergönnt ist, die dir deiner meinung nach verfassungsmässig zusteht? und natürlich sind alle anderen schuld. die jüdischen hilfsfonds, die usa in personalunion, die ubs, deine ex-frau, deine verschiedenen arbeitgeber und vermutlich auch das chinesische take-away und deine kleiderbügel. du lebst jetzt also in deinem auto und scheinst auch noch stolz darauf zu sein; vielleicht müsstest du einen lüftungsschacht in deinen frontallappen einbauen lassen? mit frau und kind in einem auto, dessen sitze beim tierarzt auf würmer untersucht werden müssten?! well done.

lieber christoph, früher führtest du dich auf, als hättest du bowlingkugeln im schritt, jetzt winselst du wie ein eunuche um aufmerksamkeit und asyl. deine diätpillen haben wohl anderswo gewirkt.

willkommen zurück.

twilight.zone.

March 20th, 2009

7.29 uhr. ich hasse alles, weil zu früh, zu kalt, zu hungrig. ich brauche erst mal einen kaffee, meinen morgengossip, einen quickie, einen haarschnitt und eine lymphdrainage, um einem menschen zu ähneln.

ich habe es fast ins büro geschafft. da steht sie. ihr hintern so gross, dass er eine eigene rennbahn braucht. ihre eswarenmalbrüste pendeln im gleichtakt von einer strassenseite zur anderen. die tigerleggins 2 nummern zu klein, das gelbe tshirt einem säugling geklaut. ihr gesicht sieht aus wie die mondrückseite, ihre haare bewegen sich von alleine und ihr körper riecht wie gimmas unterhemd.

excuse me. zigarettenrauch ins gesicht.
ähm yes? na toll, englisch.
can i find a migros here, i need gnääp.
no i’m sorry, there’s only a coop. bloss weg hier. jetzt!
i need gnääp. und ich neede kaffee, du blöde kuh.
where’s a migros? ihre augen sind noch blutunterlaufener als die von pete doherty, respekt.
not here, sorry. bitte aliens, jetzt wäre der richtige moment!
i need gnääp, you know. was zum teufel macht die ausgerechnet hier, und dann noch ohne gnääp?

um die ecke kommt eine aufgebrezelte mittsiebzigerin im pelzmantel. eine plastiktasche mit welkem gras und blumen, ein offener regenschirm und flipflops. was läuft hier für eine freakshow?

grüessech. wissen sie, ob coop gnääp führt? sag ja oder töte mich.
i really need gnääp. die miss world-kandidatin meldet sich zu wort.
die verwelkte kramt in ihrer tasche, nimmt einen flachmann raus und genehmigt sich erst mal einen tiefen schluck.
nein, gnääp hats im coop nicht. sie scheint vom fach zu sein.

sollte ich es je in mein büro schaffen, gelobe ich mir, fast nie mehr zu fluchen, weniger zu saufen, netter zu leuten zu sein und nicht mehr so zu tun, als wüsste ich immer alles. ich schwörs!
but i need gnääp, and i also need a taxi. tigerlily lässt nicht locker.
ich resigniere und sehe uns schon auf bunten klappstühlen und einer kühlbox am strassenrand sitzen, mit diesen schirmmützen auf dem kopf, über gnääp filosofierend.

ich hatte gnääp wegen dinmensö. verkündet die alte säuferin stolz.
die beiden beginnen eine angeregte, brachialenglische diskussion über gnääp und dinmensö. ich stehe also da, mit einer halbnackten, monströsen kettenraucherin und einer saufenden mumie. es ist noch nicht mal 7.35.
well, i really need go now, i hope you find gnääp and dinmensö (and stuck it up your ass, wollt ich noch sagen). ich marschiere resolut von dannen und behänge mich schon mit orden, lasse die marschkappelle auftreten und bin begeistert über meinen durchaus eleganten abgang.

ich habs echt wirklich ichschwörs fast geschafft, da kräht mir die ausgeburt der hölle hinterher: maybe coop has holmenil? es klingt wie hold me, neil. ich überlege kurz, wie es wäre, den papst, ozzy osbourne und angela merkel nackig zu sehen. vermutlich weniger beänstigend.

google hat immer recht, es gibt weder holmenil noch dinmensö noch gnääp. ich werde den rest meines lebens herauszufinden versuchen, wovon zum teufel die zwei da sprachen und wieso sie es ausgerechnet mit mir tun mussten.

ich schwörs. so wars. und es ist noch nicht mal 7.45.

life.mit.crisis.

March 17th, 2009

so. ihr. gehts euch auch ab und zu richtig kacke? dieses drecksgefühl im brustkorb, mit der wucht einer abrissbirne auf granit? dieser schmerz, der sich in die eingeweide frisst, sich dort einnistet und sich dranmacht, generationen von parassitären nachfolgern zu züchten. dieses gefühl, wenn wir an der haltestelle stehen und frieren, obwohl man pinienkerne an der sonne rösten könnte. das herz fühlt sich an, als ob es in einer viel zu kleinen socke steckt. wir überlegen uns meuchlerische mord-komplotte, um all diejenigen aus dem weg zu räumen, denen die sonne ausm arsch strahlt.

das leben ist, ein rockkonzert geben, während man gitarrespielen lernt. wir treffen entscheidungen und müssen mit allen folgen leben. am besten glücklich, nicht wahr. und manchmal möchten wir doch einfach in diesen dunklen raum gehen und diese verrostete, knorrige lebensuhr zurückdrehen, um es sich anders zu überlegen. um mit der erfahrung von heute die fehler von gestern auszumerzen. manchmal, da ist das leben einfach scheisse. oder etwa nicht. tut ihr so, als wäre nichts? routinemässig die zähne fletschen und mit dem auge zwinkern? stellt ihr euch nie die frage, was wäre, wenn ihr damals…? na also. das leben ist keine menukarte. wir kriegen nicht immer das, was wir wollen und wir entscheiden uns oft für etwas, das sich nachträglich als das falsche herausstellt. beschiss!

jede noch so kleine entscheidung trägt zu unserem glück und unglück bei. jede hinterlässt ihr autogramm in uns. die frage ist nur, wie wir mit dieser schriftensammlung umgehen. blättern wir darin herum und suhlen uns märtyrerhaft in schmerzvoller infragestellung, oder schlagen wir die seiten um, energisch und verzweifelt, und nehmen uns vor, es auf den nächsten besser zu machen? leute, ich brauch ein bier! es gibt so viele metaphern zum leben, das wird ein verdammt langer blog.

das leben stinkt manchmal, da nützt alles deo nichts. das leben stinkt. und trotzdem werde ich weiterhin einen umweg in kauf nehmen, um durch einen blätterhaufen zu choslen. ich werde weiterhin genüsslich die augen schliessen, wenn ich das erste chips aus der neuen tüte vertilge. ich werde weiterhin bis morgens um 4 zu depeche mode tanzen. das ist nämlich auch ein kleines stück glück. ihr säcke.

so. manchmal muss man auch ein bisschen ernst sein. ihr wisst schon. wirtschaftskrise und amokläufer und deutsche synchronfassungen in den kinos.

enorme.norm.

January 29th, 2009

seit einer woche liegen sie nun dort. die residuen einer fressorgie. es ist spät am abend. weder der, den ich vor ein paar monaten geheiratet habe - ihr wisst schon, das zeugs mit dem überbewerteten bis dass der tod (oder der anwalt) euch scheidet und den rosenblättern und weissem tüll - noch ich wollen kochen. also bestellt man sich eine pizza. das heisst zwei. ich mag nämlich nichts von dem, was er mag. und umgekehrt. und ein ungeschriebenes gesetz besagt, dass man erst dann qualifiziert ist, pizzabestellungen entgegenzunehmen, wenn man weder deutsch noch schwyzerdütsch beherrscht. und so stellen sich die zwei pizzas als notvorrat für ein jungwachtlager heraus. die wagenräderförmigen teile liegen in kartonschachteln, die vermutlich ein paar toten zwergwüchsigen unterm leichenstarren arsch weggeklaut wurden.
auf jeden fall ist das jetzt 7 tage her. die schachteln liegen auf dem kochherd. seit 7 tagen. man kocht und stellt die dinger anschliessend wieder prominent auf den herd. ist es jetzt also soweit? hat der kampf begonnen? wer gewinnt die alltäglichen kleinen machtspielchen? gehts darum? gewinnt am ende der, der die minisärge entsorgt oder der, der die teile beim nächsten umzug noch mitzügelt? ist derjenige der sieger, der sich beim sondermüll um entsorgungsmarken für die riesenteile kümmert?

irgendwie habe ich mich schon an die beiden schachteln gewöhnt, sie ein bisschen in herz geschlossen. sie sind da, wenn ich von der arbeit komme. sie zetern nie, sie haben eine nicht existente erwartungshaltung, sie sind mir treu ergeben und finden offenbar grundsätzlich alles gut, was ich mache und sage. wer will da noch ein haustier. oder ein baby.
ich habe zwei monströse pizzaschachteln. seit 7 tagen. und keiner macht anstalten, sie zu entsorgen. weil wir nämlich mittlerweile zu sehr daran hängen. insgeheim habe ich ihnen schon namen gegeben, aber ich warte noch das 2wochen-jubiläum ab. nur nichts überstürzen.

seit 7 tagen. eigentlich müsste ich mich doch langsam vor mir selber ekeln?