also, um es mal so zu sagen. ich bin ja schon eine kleine feministin, das beweisen verschiedentliche blogs von mir. und heute ist ja frauentag blabla. aber dennoch, ladies. asowürklechimpfau. so supertoll sind wir dann auch wieder nicht.
wir gucken grey’s anatomy nicht wegen der weiberfreundschaft zwischen der einen und der anderen pathetischen bohnenstange, sondern nur, weil wir uns für zuhause auch steinreiche mcdreamys und mcsteamys und nicht etwa mcdonaldswampe, mcgeizkragen oder mcfussballfan wünschen.
wir mögen es der arbeitskollegin nie gönnen, wenn sie gelobt oder befördert wird. nie. nie! höchstens ins jenseits.
läuft die kollegin mit einem kleid umher, das aussieht wie ein heckspoiler nach einer massenkarambolage, behaupten wir, dass es ihr gut steht. immer.
“ich schwörs, ich habs wirklich getan” trifft nie zu, liebe männer, wenn es darum geht, die sportschau oder golfturniere am tv aufzunehmen. so nobelpreisverdächtig-intelligent wir immer sein wollen und so energisch wir behaupten, ganz alleine nämlich! das quicktime-update installieren zu können, so dämlich stellen wir uns plötzlich (absichtlich, für die, dies noch nicht geschnallt haben) an, wenns darum geht, irgendwelchen kram zu machen, der für uns ähnlich sinnbefreit ist wie die svp.
auch wenn wir einen hintern wie ein heissluftballon haben - wir!wollen!das!nicht!wissen! in diesem fall ist das credo “ehrlichkeit in der beziehung” not applicable.
wir wollen zwar den gleichen lohn und den gleichen job, aber wehe, wenn wir uns mit einem schmierigen, fettleibigen kunden auseinandersetzen müssen, der uns auf die festgezurrten tittchen starrt.
wir zwingen unsere partner, im haushalt anzupacken. aber war es madame schon mal recht, wie er das bad geputzt hat? die bluse gewaschen? die bettwäsche gewechselt? den kochtopf gereinigt? die 572 duftkerzen in der richtigen reihenfolge aufgestellt? dachte ichs mir.
wir wollen von unseren männlichen freunden, arbeitskollegen und vom partner behandelt werden wie einer von ihnen, kriegen aber beim ersten bierrülpser eine gehirnmenstruation und spätestens beim dritten fickwitz implodiert vor lauter empörung die halsschlagader.
wir schreien nach gleichem lohn, nach equality, nach “nimm mich ernst” und ”abersicherscho kann ich die offside-regel erklären” und oft genug nach “lass mich mal machen”. aber wehe, das chauvi-schwein hält einem die türe nicht auf, bezahlt im restaurant nur für sich oder lässt die schweren einkaufstaschen selber schleppen.
Sehr zutreffend!Frauen…
Leider aber vermisse ich ein Beispiel über den Geltungsdrang oder darüber, dass sie immer im Mittelpunkt stehen wollen.
Anonymous
March 8th, 2011
Beispiel?! zB bloggen?
Bist du nun zufrieden?
paolindrom
March 8th, 2011
cooler text! und ich finde, du hast in vielem recht!
mary
March 10th, 2011
Ich würde mich freuen, wenn du regelmässiger schriebest! Wieso nicht täglich? Ein kleines Bonmot mit dem Morgenkaffee macht den Tag erträglicher.
Stephan
March 15th, 2011